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G2G Ultra 2015 – Stage 1 – die erste Etappe – Grand Canyon


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Endlich geht es los !

Heute geht es endlich los. Nach Monaten der Vorbereitung, der Planung und des Trainings ist der Moment jetzt endlich gekommen.
Um 6 Uhr morgens dürfen wir dann zum ersten Mal die Musik hören, die uns in dieser Woche ab jetzt jeden Morgen wecken wird: „Blurred Lines von Robin Thicke“.
Da es noch dunkel ist, ist es gar nicht so leicht sich um diese Zeit aus dem Schlafsack zu quälen.
P1040309 Noch 2 Stunden Zeit bis zum ersten Start.
Beim G2G Ultra bekommt man im Gegensatz zum Marathon des Sables morgens und abends warmes Wasser und muss keinen Kocher mitschleppen. Sehr angenehm ☺.
Bis 7:30 Uhr hat jeder Zeit sich vorzubereiten und zu frühstücken. Dann werden die Zelte abgebaut und es alle dürfen sich zum Briefing für die Etappe am Start einfinden. Da gibt es dann nochmal aktuelle Infos und Warnhinweise zur Strecke. Danach bleibt noch kurz Zeit für einen letzten Blick auf den Grand Canyon und ein Beweisfoto.
P104030849 Kilometer mit nur wenig Höhenunterschied liegen heute vor uns.
Bis jetzt sind die Temperaturen angenehm kühl, noch deutlich unter 30 Grad und die Stimmung im Feld ist sehr gut. 130 Läufer und Läuferrinnen werden sich heute auf die Strecke des G2G Ultra bzw. der kürzeren Variante der G2G Challenge machen.

 

 

 

 

 

 

 

8 Uhr – Der erste Start

Laut Roadbook, wird uns die Strecke heute bis km 30, parallel zum Grand Canyon über einen Fahrweg mit leichtem Gefälle führen. Wir werden den ganzen Tag das rote Vermillion Cliffs National Monument im Blick haben. Eine rot leuchtende Felswand.
Ab Checkpoint 3 erwartet uns, als Finale, wegloses Gelände mit leichter Steigung in Richtung Tagesziel.
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Ich bin gepannt was die Veranstalter unter weglosem Gelände verstehen. Das Totenkopfsymbol und die Warnung vor Kakteen lassen einiges erwarten. Auch wenn die Etappe heute auf dem Papier relativ leicht aussieht, ist sie sicher nicht zu unterschätzen. Wir werden während der gesamten Woche zwischen 1600 und 2900m über dem Meeresspiegel und trotzdem durchgehend in der Wüste unterwegs sein. Die Höhenlage und die Hitze werden sicher ihre Opfer fordern.
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Für mich läuft es super. Die ersten Kilometer sind ein sandiger, relativ fester und gut zu laufender Track . Eine Hand voll Läufer haben sich leicht abgesetzt. Mein Tempo passt und ich fühle mich gut. Soweit man sich mit einem 10kg schweren Rucksack gut fühlen kann. Checkpoint 2 verlasse ich als 8. Und habe nicht das Gefühl zu schnell unterwegs zu sein. So gefällt mir das.
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Überraschenderweise kommen wir sogar an einem kleinen See vorbei. Es muss in den letzten Wochen irgendwann stärker geregnet haben.

Checkpoint 3 – was ist los ?

Kurz vor Checkpoint 3 fängt es für mich an etwas zäh zu werden. Die Beine sind weiter gut aber es fällt mir deutlich schwerer . Kurz hinter dem Checkpoint überholt mich dann Laurence Klein, die 3 fache Siegerin beim Marathon des Sables in Marokko. Sie grüßt mich und fragt wie es mir geht. Gut, was soll ich sonst sagen ? Aber mein Gefühl sagt etwas anderes. Ich werde langsamer. Zwei Kilometer später muss ich gehen. Warum kann ich selbst nicht sagen. Egentlich sollte ich genug gegessen und getrunken haben. Obwohl es deutlich wärmer ist empfinde ich die Temperatur noch als relativ angenehm. Und ich habe mich vorher 2 Wochen an die Höhenlage gewöhnt. Seltsam. Was passiert hier gerade ?
P1040317 Die nächsten Kilometer fallen mir sehr schwer. Immer noch auf dem Track muss ich immer wieder wechseln zwischen gehen und laufen obwohl der Weg flach und eigentlich gut zu laufen ist. Obwohl ich mich fühle als würde ich kriechen werde ich nicht überholt. Ein paar Kilometer später übersehe ich auch noch eine Streckenmarkierung und laufe ein paar hundert Meter unnötig bergauf bis ich meinen Fehler bemerke. Zwei weitere Läufer sind mir gefolgt, denn sie haben eine der Grundregeln für Ultraläufe ignoriert: „Folge nie dem Läufer vor dir blind sondern suche immer selbst die Streckenmarkierungen“.

Kakteenland – WTF ?

Das hat mir heute gerade noch gefehlt. Also zurück und ab jetzt durch wegloses Gelände.
Die Warnung vor Kakteen habe ich noch im Kopf. Sie sind hier aber oft sehr klein und flach über dem Boden. Dafür sind die Stachel umso länger. Fies !
Auf den nächsten Kilometer überholen mich immer wieder Läufer. Und ich gehe nur noch und fühle mich irgendwie als wäre ich nicht ich. Ich glaube man sieht es mir an…
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Endlich ist Checkpoint 4 in Sicht und ich komme mit meinem letzten Wasser an. Den Water drop, eine Stelle an der Wassertanks für uns deponiert waren, hatte ich leichtsinnigerweise ignoriert.
Die Temperatur ist mittlerweile deutlich über 30 Grad und Schatten gibt es heute überhaupt nicht. Ich werde von den Volunteers mit Wasser eingesprüht. Auch im Checkpoint überholen mich einige Läufer. Momentan ist mir das egal. Ich will nur noch ankommen.

Der endlose Zaun

Zwischen mir und dem Ziel liegen noch knapp 9km durch Kakteenland. Diese Kilometer gehen komplett an einem Weidezaun entlang, der alle paar hundert Meter seine Richtung ändert. Ab und zu lässt sich ein Trampfelpfad erahnen. Wir müssen höllisch aufpassen, nicht zu nah an die Kakteen zu kommen oder sogar auf sie zu treten, da die langen Stacheln problemlos durch die Schuhe, Gamaschen oder Kompression gehen. Zweimal muss ich mich setzen, die Schuhe ausziehen um Stacheln aus meinen Zehen zu ziehen.
Zum Glück habe ich mich wieder etwas gefangen und kann größere Stücke laufen und damit verhindern, dass ich weiter überholt werde.
Der Weidezaun will nicht enden, geht mal rechts, mal links, dann bergauf. Dann geht es nur noch bergab. Jetzt ist das Camp zu sehen und scheint so nah. Die letzten zwei Kilometer quäle ich mich weiter. Verliere fast noch zwei Plätze, da ich nochmal die Schuhe ausziehen muss um Stacheln zu entfernen. Doch es reicht.
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Im Ziel bin ich dann sogar noch auf Platz 22. Das habe ich heute nicht mehr erwartet. Trotzdem bin ich schon 50 min hinter dem von mir angestrebten TopTen Platz.
Mal sehen was morgen geht. Heute bin ich ab Kilometer 30 deutlich unter Normalform geblieben. Das kann morgen eigentlich nur besser werden.

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