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G2G ultra – Day 3 – Seltsame Gefühle


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Zweimal Start – zweimal ohne mich

Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass es die richtige Entscheidung war aus dem Rennen auszusteigen ist es ein bescheidenes Gefühl den anderen Läuferinnen und Läufern beim Start zuzusehen. Ein Teil von mir will natürlich mitlaufen aber dafür ist es jetzt zu spät. Team Pueblo (unser Zelt) startet heute ohne mich. Und alle bis auf Morgan aus den USA wirken als wären sie in guter Verfassung. Er hinkt etwas wegen Oberschenkelproblemen. Kein gutes Omen vor einer 85km Etappe
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Das Läuferfeld wird heute in zwei Gruppen starten. Der erste Start ist um 8 Uhr. Es ist der Start für die „langsameren“ Läufer und die Challenge Teilnehmer. Sie bekommen heute zwei Stunden Vorsprung auf die schnellsten 20 Läufer in der Gesamtwertung. Eine Drohne vom media team fliegt mit dem Feld die ersten 500 Meter und wird ein paar Minuten für einen beeindruckenden Film vom Lauf liefern. Ich stehe neben dem Piloten und kann das Bild der Drohnenkamera live auf seinem iphone sehen, das 500m von der Drohne weg ist. Technik die begeistert !
Start 1
Start 1 - Teil 2
Für die zweite Gruppe bedeutet das, dass sie jetzt noch 2 Stunden warten dürfen bzw. müssen. Bis auf das Cybertent in dem wir abends eMails schreiben können und die Party Pooper Toiletten ist das Camp von der Camp Crew schon komplett abgebaut worden und unterwegs zum Zielort. Wenn die ersten Läufer ankommen soll alles wieder aufgebaut sein. Die Möglichkeiten es sich hier noch gemütlich zu machen sind also begrenzt.
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Um 10 Uhr verabschiede ich dann auch noch die Spitzengruppe bevor ich Dean von der Camp Crew dabei unterstütze das Cybertent und den Start- / Zielbereich abzubauen.
Start 2

A, B oder C ?

Nach meiner Abmeldung hatte mir Colin Geddes, der Veranstalter, 3 Alternativen für die nächsten Tage vorgeschlagen.
A) Außer Konkurrenz noch mitlaufen und im Camp bleiben
B) Mich nach Kanab bringen lassen und in ein Hotel zu gehen oder abzureisen.
C) Die Camp Crew beim Auf- und Abbau zu unterstützen.
Ich hatte mich für Variante C) in Kombination mit B) entschieden. Ab sofort war ich als Volunteer unterwegs und zwei Tage später wollte ich mich nach Kanab bringen lassen um noch 2 Tage Urlaub zu machen.
Als wir alles eingepackt hatten ging es dann mit Dean ins nächste Camp. Einen Teil der Laufstrecke durfte ich noch aus dem Auto erleben. Für die Läufer ging es erst mal fast 10 Kilometer über einen monotonen aber gut zu laufenden Track Richtung Kanab zum Checkpoint 1. Angenehm, wenn man auf einer langen Etappe erst mal leicht Kilometer sammeln kann.
Country road
Vom Checkpoint 1 gab es dann den Aufstieg in die Hügel rund um Kanab mit deutlichen Steigungen. Nach diesem Teil erreichten  die Läufer dann den Angel’s Canyon. In diesem Canyon hat Best Friends, einer der Sponsoren des Laufs, seinen Sitz. Best Friends ist die größte „No Kill Animal Sanctuary“ und betreut dort auf einer riesigen Fläche Tausende von Tieren, die zum Großteil sonst sterben müssten.
Für die Läufer ist dieser wunderschöne Canyon in dem auch schon viele Western gedreht wurden nur eine weitere Station auf dem Weg zum Ziel der langen Etappe.
Einige Kilometer weiter dann das nächste Highlight der Etappe. Der Coral Pink Sand Dunes SP. Echte große rötlich-pinkfarbene Sanddünen. Dean war so nett mit mir einen kurzen Stop dort zu machen damit ich auch diesen Teil der Strecke sehen konnte. Die meisten Läufer würden die Dünen erst im Mondlicht erreichen…
Wer sich durch die mehr als 5 Kilometer Dünen gearbeitet hatte, musste dann „nur noch“ ca. 10km auf einem sandigen Track mit dichtem Bewuchs bis ins Ziel laufen. Mit dem Allradtruck ein echter Spaß. Nach 80 Kiometern mitten in der Nacht auf der Suche nach Wegmarkierungen sicher weniger lustig.

Sandheringe, Büsche und Ameisen

Dean hatte mir angekündigt, dass die Zelte schon fast komplett stehen würden bis wir im Camp ankommen. Leider war das nicht der Fall. Die Camp Crew war gerade dabei in einem Arbeitskreis herauszufinden wie die 50cm langen Sandheringe am besten versenkt werden sollten um nicht wieder ungewollt aus dem Boden zu kommen, sobald die Seite belastet werden. SandheringeDie Sache stellte sich als nicht so einfach dar. Da das Camp diesmal im wahrsten Sinne des Wortes auf Sand gebaut war wollten die Heringe bei Zug am Seil partout nicht im Boden bleiben. Nach langen Diskussionen und vielen Versuchen einigte man sich und der Aufbau ging los. Zum Problem mit dem Sand kam noch einiges Buschwerk, was den Zelten weichen musste und viele Ameisen.

Der Neue in der Camp Crew

Ich, der Neue im Team wurde extrem herzlich aufgenommen und bekam zu meinen Handschuhen direkt mal eine Flasche Gatorade. Nach 3 Tagen mit Wasser und Mineraltabletten ein echtes Highlight. Das Team war nach einigen Tagen halbwegs eingespielt und der Aufbau ging relativ zügig. Als Läufer sieht man gar nicht wieviel Arbeit es benötigt so ein kleines Camp umzuziehen. Party Pooper17 Zelte für die Läufer 8 Zelte für die Volunteers und Organisation, ein Medical Tent und ein Cyber Tent. Gegen 17 Uhr waren wir fertig und alle etwas geschlaucht. Laufen wäre sicher auch nicht viel anstrengender gewesen als stundenlang in der Hitze Camp aufzubauen.P1040364
Bis die ersten Läufer das Ziel erreichen würden sollte es noch einige Stunden dauern.
Vor Mitternacht dürfte das kaum der Fall sein.

Highlight zwei und drei des Tages

Das Gatorade sollte nicht das letzte Highlight des Tages bleiben. Als Voluteer wurde ich auch zum Abendessen der Camp Crew eingeladen. Yessssss ! Wraps mit Salat und Fleisch, dazu Limonade und Kuchen. What a day !Truck und Zelte

Ich hatte mir mittags schon vorgenommen auf den Butte (den Hügel) neben dem Camp zu klettern. Die Idee hatten auch einige der Campcrew und so waren wir fast 10 Leute die sich auf den Weg machten. Nach einer kleinen Klettereinheit durften wir einen traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf den Zion National Park erleben.P1040387

Und dann war da noch die Klapperschlange

Als wir wieder fast am Camp waren hörten wir, dass gerade jemand eine Klapperschlange getötet hatte, die unter einem der Trucks aufgetaucht war. Da aus der Haut ein Hutband werden sollte wurde sie direkt gehäutet und dann gegrillt. Nach einigen Überredungsversuchen von Glen habe ich die Schlange dann auch probiert und sie schmeckt wirklich wie Hähnchen. Nur mit viel mehr Knochen.Schlange

Doch noch Gewitter

Colin, der Veranstalter, hatte bereits angekündigt, dass auf der Etappe gegen Abend mit Gewitter gerechnet werden müsste. Es kam dann gegen 22 Uhr als fast alle Läufer noch auf der Strecke waren. Bis auf die schnellsten Läufer hatte das für alle den Vorteil, dass die Sanddünen nicht ganz so trocken und damit etwas leichter zu laufen waren.

Tommy Chen, Mohammad Ahansal, Jeff Pelletier und Peter Osterwalder

Um 22:28 kam dann Tommy Chen, der Ultralaufprofi aus Taiwan als erster Läufer nach 12:28 Stunden gut gelaunt ins Ziel..Ca 30 Minuten war dann auch Mohamad Ahansal, der 5malige Gewinner des Marathon des Sables, im Ziel. Er hatte sich leider in Führung liegend verlaufen und damit einen Rückschlag im Kampf um den Gesamtsieg hinnehmen müssen. Wieder etwa 30 Minuten später lief dann Jeff Pelletier aus Kanada vier Minuten vor Peter Osterwalder aus der Schweiz ein. Langsam konnte man schon erste Tendenzen für die Gesamtwertung erkennen.

Ausflug zu den Checkpoints und Coral Pink Sand Dunes

Um meine Eindrücke des erlebnisteichen Tages noch etwas zu erweitern haben mich Colin und Yuri, ein ehemaliger Ultracrack noch mitgenommen als sie die letzten Checkpoints und die Dünen mitten in der Nacht besucht haben.
An den Checkpoints hatten sich einige der Teilnehmer aufs Ohr gelegt. Auf der langen Etappe ist das an den letzten Checkpoints möglich. Die Zeit läuft aber weiter bis man im Ziel ist. Das Team Japan war gerade an einem der Checkpoints beim Abendessen am Lagerfeuer und alles sah sehr idyllisch und gemütlich aus.
Wir fuhren dann noch nah an die Dünen und liefen zu einer sehr steilen und relativ hohen Düne und setzten uns dort hinter die Kuppe. Es war ein Traum, die Läufer in allen Sprachen fluchen zu hören bis sie die Kuppe erreichten. Es wusste ja niemand, dass wir da oben waren. Von einem der Läufer bekamen wir sogar den Auftrag seiner Frau mitzuteilen, dass sie das Strandhaus verkaufen solle. Er hatte, zumindest für diesen Tag, genug von Sand.

Was für ein Tag

Obwohl ich nicht gelaufen bin war der Tag der Hammer. So viele neuer Eindrücke, nette Menschen und sogar etwas warmes zu essen. Und damit meine ich nicht das Stückchen Schlange.
Um 3 uhr nachts legte ich mich dann aufs Ohr. Manche der Läufer hatten da noch 12 Stunden auf der Strecke vor sich.

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