Mein Weg zum Marathon des Sables

 

Am Anfang war das A.

wie Knorkator schon zu sagen pflegte ;-).

Bei mir ist der Anfang der Lauferei schon eine halbe Ewigkeit her. Trotzdem kann ich mich noch fast so gut daran erinnern als wäre es gestern gewesen.
Damals wollte ein Nachbar seine Kinder zum Leichtathletikverein ins Probetraining bringen und ich durfte mitkommen. Die Nachbarskinder hatten keine Lust auf Rennen und Springen und haben die Leichtathletik nach 2 Wochen wieder an den Nagel gehängt. Ich konnte es zwar nicht wirklich aber mir hat es irgendwie Spaß gemacht und ich wollte weitermachen.

Als Schüler war es dann zuerst Dreikampf (Ballwurf, Sprint und Weitsprung). Im Training waren wir immer eine große Gruppe von Kindern und es hat sehr viel Spaß gemacht obwohl ich relativ talentfrei war und mich teilweise sehr schwer getan habe. Irgendwann meinte mein Trainer, dass ich doch mal einen 1000m Lauf machen könnte anstatt von Dreikampf.
Der Lauf funktionierte dann schon deutlich besser als Mehrkampf, Hochsprung oder Hürdenläufe und damit war die weitere Richtung vorgegeben.

Einige Jahre später wurde ich, dann, endlich mit mehr Erfolg, zum 800 und 1500m-Läufer und versuchte mich parallel ein paar Jahre auch relativ erfolgreich im Triathlon und Duathlon.

Durch eine Verletzung des Sprunggelenks, die das Laufen vorübergehend unmöglich machte, war ich gezwungen, mir eine neue Sportart zu suchen. Gar nichts tun wollte ich nicht. Die Lösung war dann Speedskating. Gesagt getan also bin ich dann einige Jahre Inline-Marathons gefahren und durfte eine tolle Zeit mit unserem Team inlinespeed.de verbringen.

Als ich endlich wieder schmerzfrei laufen konnte wurden die Strecken dann sukszessive immer länger. Halbmarathon, Marathon, 50 km und irgendwann als atmosphärisches Highlight die 100 km von Biel. Ein echtes Erlebnis aber sicher auch das Übelste, was ich meiner Gesundheit bis jetzt zugemutet habe. 100km weitgehend auf Asphalt im immer gleichen Trott verursacht gewaltige Prellungen in der Oberschenkelmuskulatur… Sowas kann nicht gesund sein…

Durch meinen Umzug aus der Pfalz in die Nähe der Alpen habe ich irgendwann auch die Faszination des Trailrunnings für mich entdeckt und auch dort die langen Strecken und die Höhenmeter lieben gelernt. In den Bergen zu laufen ist eine ganz spezielle Art Lauferlebnis, die auch optisch und für die Seele wahnsinning viel bietet.

2011 dann war ich im Urlaub für eine Woche zum Wüstentrekking in Marokko und von da an war der Marathon des Sables nicht mehr nur irgendein Lauf von dem ich mal etwas gehört hatte und bei dem einige Hundert “Bekloppte” durch die Wüste rennen. Ab diesem Urlaub hatte ich eine Vorstellung von der Schönheit der Strecke und den Bedingungen. (Das Video dazu findet ihr im Menü unter Marokko – “Planet der Stille”).

Von  diesem Urlaub an reifte langsam der Plan, dass ich auch einer der “Bekloppten” werden könnte, die beim Marathon des Sables starten…

….. und ab Dezember 2013 war ich plötzlich in der Vorbereitung und die nächsten Monate vergingen rasend schnell….

Der Marathon des Sables und meine damit verbundene Spendenaktion für die DKMS waren der Grund, diesen blog ins Leben zu rufen.

Mittlerweile sind wieder zwei Jahre vergangen. Die Geschichte wiederholt sich. Meine Vorbereitung startet wieder und Anfang April führt mich mein Weg wieder zum Marathon des Sables in Marokko. Natürlich gibt es auch diesmal wieder eine Spendenaktion für die DKMS. 🙂

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